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Familientisch - ab wann?

Familientisch - ab wann?

Ab wann darf das Baby eigentlich am Familientisch mitessen?

Generell zeigen Kinder nämlich schon ziemlich früh reges Interesse daran, wenn Mama und Papa ihr Essen am Tisch einnehmen. Es gibt schließlich so viel Neues und Interessantes zu entdecken! Das heißt aber deswegen noch nicht unbedingt, dass es auch schon so weit ist, um mit euch zusammen am Familienessen teilzunehmen.

Essen wie die Großen – ab wann?

Genau definieren kann man den Zeitpunkt nicht, ab wann euer Nachwuchs so weit sein wird, dass er mit euch zusammen seine Mahlzeit einnimmt. Nicht jedes Kind ist gleich schnell reif und bereit dafür. Angefangen wird damit normalerweise mit einem Alter von etwa 8 oder 9 Monaten. Dann ist euer Baby in der Lage, sicher nach den Lebensmitteln zu greifen, für die es sich interessiert und die es gerne ausprobieren mag. Beim einen kann das aber natürlich etwas früher, beim anderen auch etwas später der Fall sein. Probiert es einfach aus bzw. achtet auf die Signale eurer Babys. Wenn euer Kind euch zeigt, dass es keinen Brei mehr haben will, sondern seine Fingerchen nach einem Essensstückchen auf eurem Teller ausstreckt, könnte es so weit sein.

Ab etwa 10 Monaten sind Babys in der Lage, auch etwas festere Dinge zu kauen, schon alleine deswegen, weil sie dann meistens schon ein paar Zähnchen haben.

Led Weaning

Eine Besonderheit ist das Led Weaning. Hierbei bekommen die Babys überhaupt keinen Brei, sondern dürfen den dem Zeitpunkt an, ab dem zugefüttert wird, am Familientisch sitzen und mitessen. Befürworter sagen, dass das Baby damit mehr Selbständigkeit erlernen und sich im wahrsten Sinne genau das herauspicken kann, was es will. Das Füttern von Brei entfällt in diesem Fall ganz, daher auch der Name „breifrei“.

Essen am Familientisch - was beachten?

Aufgrund der Erstickungsgefahr solltet ihr eurem Baby am Anfang unbedingt eher weiche Sachen geben. Keinesfalls sollten es Möhrenstücke oder ungeschälte Apfelstücke sein. Auch Nüsse oder Trauben und Oliven sind gefährlich, weil sie dem Kind in den Hals rutschen können. Stattdessen solltet ihr Eurem Baby lieber solche Lebensmittel geben, die es mit seiner Spucke nach und nach auflösen kann. Zum Beispiel Zwieback, weiches Brot, gegartes Gemüse, Avocados, Kürbis, weiches Obst wie Bananenstücke, aber auch Dinkel-Knabberstangen oder Reiswaffeln. Auch weiche Nudeln oder Kartoffelstückchen sind in der Anfangszeit geeignet. Babykekse mit Zucker solltet ihr lieber nicht geben: verzichtet bei der Babyernährung so lange es irgend geht darauf, gezuckerte Produkte zu füttern.

Am ehesten wird euer Kind Lebensmittel mögen, wenn es sie alleine festhalten kann und darf und sie dann auch alleine im Mund zermantschen kann. Dass es dabei immer mal wieder gematscht und Sauerei gibt, lässt sich nicht ausschließen und ist ganz normal. Das gehört zum Essen lernen einfach dazu. Lasst euer Baby also weitestgehend die Erfahrung alleine machen. Diese Erfahrungen, das Essen anzufassen und damit zu matschen, muss es unbedingt selbst machen. Kinder sind experimentierfreudig, da gehört auch der Umgang mit Essen dazu. Zugegebenermaßen erfordert das ein bisschen Geduld. Aber lasst euren Nachwuchs einfach mal machen, nur dann kann er lernen, wie man wie ein Großer isst.

Außerdem solltet ihr beachten, Dass gerade Kleinkinder nur sehr wenig Salz und Gewürze bekommen sollten. Hülsenfrüchte vertrage sie ebenfalls wenige rund allzu Fettiges, Gebackenes oder Frittiertes sollte jetzt ebenfalls noch nicht auf dem Speiseplan stehen.

Essen am Familientisch – der Übergang

Um es eurem Kind etwas zu vereinfachen, von Breikost auf feste Kost überzugehen, könnt ihr ihm, wenn es schon eine Weile an Brei gewöhnt ist, ein paar größere Stücke daruntermischen. Wen euer Baby noch Brei bekommt und diesen am liebsten auch mal selber essen würde, könnt ihr es mit dem Wallöffel versuchen. Dieser Löffel ist in Bezug auf seine Form einzigartig. Wie ein Wal geformt, kann er auf dem Tisch abgestellt werden. Noch besser: Aufgrund der speziellen Formgebung wird das Kleckern minimiert. Wenn eure Baby also seinen Brei damit ganz alleine essen will – umso besser. Auch wenn der Löffel schräg gehalten wird, fließt nicht gleich der gesamte Inhalt herunter. Der Wallöffel hilft eurem Baby dabei, selbständig zu essen. Eine tolle Erfindung, wie wir meinen.

Die erste Zeit am Familientisch

Es klingt tatsächlich unglaublich praktisch, wenn das Kind nun endlich bei den Großen mitessen kann. De facto sieht es aber meistens so aus, dass der Nachwuchs möglicherweise von heute auf morgen anstatt Brei ein Stück Käse oder eine Gurke essen will. Nicht alles, was sich auf dem Familientisch befindet, ist für euer Baby gut. Wenn sich am Esstisch noch ein großes Geschwisterchen befindet, macht das die Sache nicht unbedingt einfacher. Das kann ganz schön anstrengend sein! Nichts desto trotz: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lasst eurem Kind also die Zeit, seid geduldig und versucht, möglichst solche Dinge auf den Tisch zu stellen, die alle essen können, also auch euer Sprössling.

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