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Breifrei - aber wie?

Breifrei - aber wie?

Breifrei – wie geht das?

Immer öfter hört man in der letzten Zeit, dass junge Eltern ihrem Baby, wenn es nach und nach abgestillt wird, keinen Brei mehr füttern, sondern es gleich am Tisch mitessen lassen. Aber wie soll das funktionieren? Und welche Vorteile bietet das? Man nennt die breifreie Ernährung übrigens auch Led Weaning, und tatsächlich gibt es hier einen erkennbaren Trend. Welche Vor- und Nachteile es hierbei gibt, das werden wir euch im folgenden Artikel etwas näher erläutern.

Breifrei – warum?

Viele Eltern werden sich fragen, warum es auf einmal kein klassischer Brei mehr sein soll. Schließlich haben Babys doch jahrzehntelang Brei bekommen und eigentlich können sie feste Nahrung doch auch gar nicht beißen - oder? Das ist sicherlich richtig. Man darf bei diesem Thema aber auch noch ein bisschen weiter zurückblicken. Unsere Vorfahren haben nämlich ihren Babys nicht alle einen Brei gekocht - ganz im Gegenteil. Auch damals war es schon üblich, dass die Mutter dem Baby feste Nahrung angeboten hat, allerdings wurde diese von ihr vorher häufig weichgekaut. Keine Sorge – weich kauen braucht ihr eurem Baby nichts, dennoch sagen auch Wissenschaftler, dass es ziemlich natürlich ist, dem Baby keinen Brei, sondern eben gleich Nahrung anzubieten. Voraussetzung ist allerdings, es wurde lange genug gestillt bzw. mit der Flasche gefüttert.

Welche Vorteile hat breifrei denn nun?

Wenn ihr euch euren Nachwuchs mal anschaut, so zeigt er garantiert irgendwann einmal reges Interesse am Essen - und zwar an eurem. Es ist ganz normal, dass irgendwann die Milch „langweilig“ wird und das Interesse an der festen Nahrung erwacht. Durch breifreie Ernährung kommt ihr eurem Baby also entgegen. Der Spaß am Essen und vor allem am selber Erkunden wird damit gefördert und unterstützt. Dass das beim Brei nicht so wirklich funktionieren kann, liegt auf der Hand.

Aber es gibt auch noch weitere Vorteile: euer Baby nimmt von Anfang an am Familienessen teil und bekommt nicht immer seine eigene Mahlzeit, sozusagen eine „Extrawurst“. Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl, denn zusammen essen ist auch heute noch ein wichtiges Ritual. Hinzu kommt, dass ihr eurem Baby nicht immer extra seinen Brei kochen müsst, was eine Menge an Arbeit spart. Falls ihr den Brei kauft oder kaufen würdet, spart es auch noch Geld.

Zudem wird bei eurem Kind auf einfache und spielerische Weise die Motorik gefördert. Es lernt, wie es mit der Hand Lebensmittel zum Mund führt. Dabei trainiert es außerdem die Gesichtsmuskeln und die Zungenmuskulatur.

Alles in allem ist Essen am Familientisch also für euren Nachwuchs eine ziemlich lehrreiche Angelegenheit. Auch wenn dabei viel gekleckert wird: Das Kleckern, so viel sollte euch klar sein, lässt sich so oder so nicht verhindern. Egal, ob das Baby Brei bekommt oder nicht: Mit dem Essen matschen wird es in beiden Fällen.

Nicht zu vergessen: Wenn euer Baby gleich am Familientisch mitisst, lernt es die Geschmäcker verschiedener Lebensmittel in ihrer puren Form und nicht in Breiform kennen. Auch das Entdecken unterschiedlicher Konsistenzen beim Draufbeißen macht eurem Baby Spaß und ist lehrreich und spannend.

Fingerfood fürs Baby

In der Praxis sieht die breifreie Ernährung für euer Baby dann so aus, dass es zum einen selbst entscheiden darf, was genau es sich nimmt und zum anderen es sich selbst füttert. Es dafür mit seinen Fingerchen zugreifen und probieren. Das Abstillen sollte beim Led weaning übrigens nicht im Vordergrund stehen. Meistens werden die Kleinen nämlich am Anfang ihrer Essversuche noch nicht wirklich satt, so dass es wichtig ist, dass es noch ausreichend oft und lange die Brust bekommt. Das Interesse am festen Essen soll dabei aber spielerisch geweckt werden. Es handelt sich hierbei um einen Prozess, der eine Weile andarun kann und der von beiden Seiten respektiert werden sollte. Euer Kind zeigt euch an, wie schnell es dafür bereit ist und wie lange es braucht.

Keine Sorge: auch wenn euer Baby noch keine Zähnchen hat, kann es dennoch am Tisch mitessen. Es verfügt nämlich über zwei erstaunlich harte Kieferleisten, mit denen es viele Lebensmittel zerkleinern oder zermatschen kann. Dinge, die vielleicht etwas zu hart sind, wird es so lange einspeicheln, bis sich weich genug sind zum Essen. Manchmal kann es aber auch passieren, dass eurem Nachwuchs etwas zu hart ist, wie zum Beispiel Gurken- oder Apfelschale. Diese wandert dann eben einfach wieder aus dem Mund heraus. Ihr solltet aber darauf achten, eurem Baby solche Lebensmittel anzubieten, die von Natur aus etwas weicher sind. Gedünstetes Gemüse zum Beispiel, Banane, kleine Apfelstückchen, Kartoffeln, weiche Nudeln oder weich gekochter Reis. Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Auch Brote mit Gemsüeaufstrichen in kleine Würfelchen geschnitten sind für euer Baby optimal.

Breifrei und Brei?

Natürlich braucht ihr weder das eine noch das andere strikt durchziehen. Ihr könnt genauso gut auch die Breifrei-Kost mit dem Füttern vom Brei kombinieren. Ganz so, wie es euch Spaß macht und wie es für euch und euer Baby am besten funktioniert.

Letzten Endes ist breifrei bzw. Lead Weaning also eine tolle Methode, euer Kind schonend nach und nach an die Beikost heranzuführen.

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Familientisch - ab wann?

Familientisch - ab wann?

Ab wann darf das Baby eigentlich am Familientisch mitessen?

Generell zeigen Kinder nämlich schon ziemlich früh reges Interesse daran, wenn Mama und Papa ihr Essen am Tisch einnehmen. Es gibt schließlich so viel Neues und Interessantes zu entdecken! Das heißt aber deswegen noch nicht unbedingt, dass es auch schon so weit ist, um mit euch zusammen am Familienessen teilzunehmen.

Essen wie die Großen – ab wann?

Genau definieren kann man den Zeitpunkt nicht, ab wann euer Nachwuchs so weit sein wird, dass er mit euch zusammen seine Mahlzeit einnimmt. Nicht jedes Kind ist gleich schnell reif und bereit dafür. Angefangen wird damit normalerweise mit einem Alter von etwa 8 oder 9 Monaten. Dann ist euer Baby in der Lage, sicher nach den Lebensmitteln zu greifen, für die es sich interessiert und die es gerne ausprobieren mag. Beim einen kann das aber natürlich etwas früher, beim anderen auch etwas später der Fall sein. Probiert es einfach aus bzw. achtet auf die Signale eurer Babys. Wenn euer Kind euch zeigt, dass es keinen Brei mehr haben will, sondern seine Fingerchen nach einem Essensstückchen auf eurem Teller ausstreckt, könnte es so weit sein.

Ab etwa 10 Monaten sind Babys in der Lage, auch etwas festere Dinge zu kauen, schon alleine deswegen, weil sie dann meistens schon ein paar Zähnchen haben.

Led Weaning

Eine Besonderheit ist das Led Weaning. Hierbei bekommen die Babys überhaupt keinen Brei, sondern dürfen den dem Zeitpunkt an, ab dem zugefüttert wird, am Familientisch sitzen und mitessen. Befürworter sagen, dass das Baby damit mehr Selbständigkeit erlernen und sich im wahrsten Sinne genau das herauspicken kann, was es will. Das Füttern von Brei entfällt in diesem Fall ganz, daher auch der Name „breifrei“.

Essen am Familientisch - was beachten?

Aufgrund der Erstickungsgefahr solltet ihr eurem Baby am Anfang unbedingt eher weiche Sachen geben. Keinesfalls sollten es Möhrenstücke oder ungeschälte Apfelstücke sein. Auch Nüsse oder Trauben und Oliven sind gefährlich, weil sie dem Kind in den Hals rutschen können. Stattdessen solltet ihr Eurem Baby lieber solche Lebensmittel geben, die es mit seiner Spucke nach und nach auflösen kann. Zum Beispiel Zwieback, weiches Brot, gegartes Gemüse, Avocados, Kürbis, weiches Obst wie Bananenstücke, aber auch Dinkel-Knabberstangen oder Reiswaffeln. Auch weiche Nudeln oder Kartoffelstückchen sind in der Anfangszeit geeignet. Babykekse mit Zucker solltet ihr lieber nicht geben: verzichtet bei der Babyernährung so lange es irgend geht darauf, gezuckerte Produkte zu füttern.

Am ehesten wird euer Kind Lebensmittel mögen, wenn es sie alleine festhalten kann und darf und sie dann auch alleine im Mund zermantschen kann. Dass es dabei immer mal wieder gematscht und Sauerei gibt, lässt sich nicht ausschließen und ist ganz normal. Das gehört zum Essen lernen einfach dazu. Lasst euer Baby also weitestgehend die Erfahrung alleine machen. Diese Erfahrungen, das Essen anzufassen und damit zu matschen, muss es unbedingt selbst machen. Kinder sind experimentierfreudig, da gehört auch der Umgang mit Essen dazu. Zugegebenermaßen erfordert das ein bisschen Geduld. Aber lasst euren Nachwuchs einfach mal machen, nur dann kann er lernen, wie man wie ein Großer isst.

Außerdem solltet ihr beachten, Dass gerade Kleinkinder nur sehr wenig Salz und Gewürze bekommen sollten. Hülsenfrüchte vertrage sie ebenfalls wenige rund allzu Fettiges, Gebackenes oder Frittiertes sollte jetzt ebenfalls noch nicht auf dem Speiseplan stehen.

Essen am Familientisch – der Übergang

Um es eurem Kind etwas zu vereinfachen, von Breikost auf feste Kost überzugehen, könnt ihr ihm, wenn es schon eine Weile an Brei gewöhnt ist, ein paar größere Stücke daruntermischen. Wen euer Baby noch Brei bekommt und diesen am liebsten auch mal selber essen würde, könnt ihr es mit dem Wallöffel versuchen. Dieser Löffel ist in Bezug auf seine Form einzigartig. Wie ein Wal geformt, kann er auf dem Tisch abgestellt werden. Noch besser: Aufgrund der speziellen Formgebung wird das Kleckern minimiert. Wenn eure Baby also seinen Brei damit ganz alleine essen will – umso besser. Auch wenn der Löffel schräg gehalten wird, fließt nicht gleich der gesamte Inhalt herunter. Der Wallöffel hilft eurem Baby dabei, selbständig zu essen. Eine tolle Erfindung, wie wir meinen.

Die erste Zeit am Familientisch

Es klingt tatsächlich unglaublich praktisch, wenn das Kind nun endlich bei den Großen mitessen kann. De facto sieht es aber meistens so aus, dass der Nachwuchs möglicherweise von heute auf morgen anstatt Brei ein Stück Käse oder eine Gurke essen will. Nicht alles, was sich auf dem Familientisch befindet, ist für euer Baby gut. Wenn sich am Esstisch noch ein großes Geschwisterchen befindet, macht das die Sache nicht unbedingt einfacher. Das kann ganz schön anstrengend sein! Nichts desto trotz: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lasst eurem Kind also die Zeit, seid geduldig und versucht, möglichst solche Dinge auf den Tisch zu stellen, die alle essen können, also auch euer Sprössling.

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Langzeitstillen - ist das gut für das Baby

Langzeitstillen - ist das gut für das Baby

Langzeitstillen - ist das gut fürs Baby?

Wie viele Themen rund ums Baby, so erhitzt auch das Thema Langzeitstillen die Gemüter. „Das kann man doch nicht machen!“ „Das ist doch nicht normal“ – so oder so ähnlich lauten die Vorwürfe, die Mütter, die länger als ein Jahr stillen sich oftmals anhören müssen. Aber warum eigentlich? Warum hat der Mensch offensichtlich ein Problem damit, wenn Mütter ihre Babys überdurchschnittlich lang stillen?

Normale Stilldauer – wie lang?

Was normal ist und was nicht, lässt sich nur schwer definieren. Wer schreibt das vor, wer legt das fest? Auch wenn viele Menschen es befremdlich oder gar unnormal finden, wenn ein 2 oder 3 Jahre altes Kind noch an der Brust der Mutter nuckelt – die Evolutionsgeschichte gibt ihnen Recht, den Langzeit Stillmüttern. Denn in den meisten Kulturen wird und wurde schon immer sehr lange gestillt. Der Durchschnitt, so kann man errechnen, liegt, wenn man alle Kulturen zugrunde legt, beim Menschen etwa bei 30 Monaten. Das ist tatsächlich ziemlich lang und mag den einen oder anderen vielleicht auch erstaunen. Sogar die Funde der Archäologie können diese Annahme untermauern. An Knochenfunden kann man nämlich herleiten, wie lange Kinder gestillt wurden. Und sogar in der Bibel gibt es vereinzelt Hinweise darauf, dass die Kinder der Hebräer bis zu einem Alter von etwa 3 Jahren von ihrer Mutter gestillt wurden.

Ziemlich lange wurde dies übrigens auch genau so praktiziert, irgendwann jedoch ist es ganz offensichtlich aus verschiedenen Gründen von der Bildfläche verschwunden. Vielleicht deswegen, weil Mütter in der westlichen Welt wieder arbeiten gehen, vielleicht aber auch, weil es die Großfamilie nicht mehr so gibt wie früher und deswegen Wissen rund um Babyerziehung nicht mehr einfach so von Generation zu Generation weitergegeben wird. Alles wird vereinfacht, beschleunigt und dann sind da ja auch noch die Babymilch und -Breihersteller, die um die Gunst der Mütter buhlen.

Langes Stillen ist also, wenn man es genau nimmt, ein ganz normales, ja sogar typisches Verhalten des Menschen und somit keinesfalls abwegig oder gar abnormal.

Warum ist die Stilldauer in verschiedenen Kulturen so unterschiedlich lang?

Im Tierreich wird ein Säugling genau dann abgestillt, wenn er reif genug ist, um für sich selbst ausreichend Nahrung beschaffen zu können. Das ist in der Form natürlich nicht auf den Menschen übertragbar. Kleinkinder müssen erstmals noch jahrelang von ihrer Mutter mit Nahrung versorgt werden, wenn sie denn abgestillt sind. Dennoch fand man heraus, dass dies gar nicht zwingend Babynahrung oder Brei sein muss. Bei Urvölkern kauten die Mütter früher ihren Kindern die Nahrung einfach weich, bevor sie sie verfütterten. Babys kommen also mit zerkleinerter Nahrung für Erwachsene ebenso gut klar.

Woran liegt es also, dass manche Völker sehr lange und andere nur so kurz stillen? Es sind vor allem die Arbeitsbedingungen der Frauen, die einen Einfluss auf die Stilldauer haben. In den Kulturen, in denen die Mütter ihre Kinder sehr lange bei sich haben und zum Arbeiten mitnehmen, wird demzufolge auch lange gestillt - bis zu vier Jahren ist da keine Ausnahme.

Langzeitstillen – soll ich oder soll ich nicht?

Ob du nun dein Kind lange Zeit stillst oder nicht, ist eine ganz individuelle Entscheidung, in die dir keiner reinreden sollte. Die Frage ist vor allem: Wie fühlst du dich damit wohl? Wie fühlt sich dein Kind dabei? Mag es die Brust überhaupt noch oder lehnt es sie vielleicht schon ab? Was sagt dein Partner dazu, wie lässt es sich mit deinem Job oder deinem Tagesablauf vereinbaren?

Was eindeutig für das Langzeitstillen spricht

Seltsam ist es dann aber doch, dass in unserer Gesellschaft einerseits längst bekannt ist, dass Stillen die natürlichste und gesündeste Sache der Welt ist. Tut die Mutter dies aber über einen bestimmten, gesellschaftlich offensichtlich akzeptierten Rahmen von einem Jahr hinaus auch noch weiter, wächst die Kritik. Seltsam eigentlich, oder nicht? Stattdessen wird das Kind einfach mit der Milch eines anderen Säugetiers weitergefüttert, nämlich mit der der Kuh - im Glauben, dies sei gesund.  Ernsthaft? Milch von der Kuh, die diese für ihren Nachwuchs, also für ein Kalb gibt, soll besser für das Baby sein als die Milch, die seine eigene Mutter gibt? Das ist schon ein wenig paradox, wenn man es sich genau überlegt.

Viele sind gar der Meinung, dass das Kind verwöhnt wird, wenn es immer „freien Zugang“ zur Brust hat. Manche sehen das Stillen sogar als eine Art sexuellen Akt an, was natürlich völliger Blödsinn ist. Das führt sogar so weit, dass Stillen - eigentlich die natürlichste Sache der Welt, nämlich ein Baby bei der Nahrungsaufnahme – in vielen Ländern noch heute in der Öffentlichkeit verpönt ist.

Es ist ganz eindeutig so, dass die Natur die Milch der Mutter für das Baby vorgesehen hat. Und das ist gut so. Deswegen spricht auch nichts dagegen, das Baby noch länger als ein Jahr zu stillen, sofern das für Mutter und Baby okay ist.

Der Druck von außen

Leider macht vielen Müttern der Druck von außen zu schaffen. Was eigentlich normal sein sollte, wird als unnormal dargestellt. Das liegt aber auch daran, dass wir so geprägt wurden. In unserer Gesellschaft empfinden wir es demnach als „normal“, ein Kind ein halbes Jahr lang zu stillen. Im Kindergartenalter sieht das aber ganz anders aus - da empfinden viele beim Gedanken daran Abscheu. Warum? Weil wir durch unsere Kultur einfach genau so geprägt wurden. Vor immerhin erst 40 Jahren war Stillen schon so unmodern, dass die Kinder oft keine Wochen lang gestillt wurden.

Wie man sieht: die Zeiten ändern sich. Heute ist es schließlich auch ganz normal, dass junge Väter einen Kinderwagen vor sich herschieben, was vor ein paar Jahrzehnten ebenfalls noch fast unvorstellbar war. Insofern ist es gut denkbar, dass Langzeitstillen in wenigen Jahrzehnten deutlich mehr gesellschaftliche Akzeptanz erfährt als jetzt.

Es gibt also keine Antwort auf die Frage, wie lange ein Kind im Idealfall gestillt werden sollte. Die Ansichten darüber sind von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Viele Mütter fühlen sich bei dem Gedanken daran, ein Kindergartenkind noch zu stillen, nicht wohl.

Trotzdem steht fest: Langzeitstillen war evolutionär betrachtet die perfekte Lösung und für Kinder bis hin ins Kleinkindalter keine Ausnahme, sondern die Regel. Muttermilch ist nicht nur ein super Nährstofflieferant, sondern auch eine tolle Möglichkeit, um etwaige Lebensmittelknappheit oder Versorgungsengpässe gut überstehen zu können. Phasen, in denen der Mensch nicht ausreichend zu essen fand, gab es nämlich in der Geschichte der Menschheit schon immer. Wenn das Kleinkind dann in dieser Zeit praktischerweise mit Milch versorgt werden kann, umso besser. Die Natur hat sich also durchaus etwas dabei gedacht.

Allerdings ist nicht sicher geklärt, ob ein sehr langes Stillen auch heute noch gesundheitliche Vorteile für das Kind mit sich bringt Ode nicht. Bis zu 12 Monaten jedoch steht außer Frage: Stillen stärkt das Imunsystem und ist für das Baby die gesündeste Nahrung.

Alles, was darüber hinausgeht, kannst du ganz individuell entschieden – ohne dich dabei von irgendjemand anderem beeinflussen zu lassen. Unnormal ist Langzeitstillen also keinesfalls, ganz im Gegenteil. Lass dich nicht verunsichern und mach das, was dir und deinem Baby am besten tut und gefällt.

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